Tendovaginitis stenosans (Springfinger)

Bei der Tendovagintis stenosans werden die Beugesehnen des betroffenen Finger durch das so genannte Ringband (A1 Band) über dem Grundgelenk auf der Handflächenseite eingeengt. Das führt zu einem Reizzustand und nach längerer Zeit auch zu einer Knotenbildung auf der Sehne. Bei der Fingerbewegung verursacht der Knoten am Ringband eine Blockade, welche durch stärkeren Zug zwar meist noch überwunden werden kann, dort aber die typische Springfingersymptomatik und Schmerzen auslöst. Die Beschwerden können nach Tageszeit durch unterschiedliche Schwellungszustände sehr stark wechselnd sein.

Die Diagnose des Springfingers

Die Diagnose der Tendovaginitis stenosans erfolgt durch eine klinische Untersuchung. Bei Druck auf das Grundgelenk wird ein typischer Schmerz ausgelöst, der sich bei zusätzlicher Bewegung des betroffenen Fingers oft weiter verstärkt.

Die Therapie des Springfingers

In der Anfangsphase der Tendovaginitis stenosans helfen Schmerzmittel, Kühlung und u.U. Injektionen mit Kortisonpräparaten. Da die eigentliche Ursache damit meist nicht behoben wird, ist im Verlauf häufig dann doch die Operation erforderlich. Dabei wird in örtlicher Betäubung das A1 Ringband über  einen kleinen Schnitt in örtlicher Betäubung freigelegt und längs durchtrennt. Die Sehnen können anschließend wieder frei gleiten, der Reizzustand kann sich zurück bilden und die Beschwerden mit der Zeit verschwinden. Die Operation dauert wenige Minuten und wird bei uns ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt.

Eine Sonderform des Springdaumens ist der so genannte Pollex flexus congenitus. Bei dieser angeborenen Form der Tendovaginitis stenosans ist nur der Daumen betroffen. Die Erkrankung ist nicht schmerzhaft und wird von den Kindern nicht als störend empfunden. Die Eltern bemerken die Bewegungseinschränkung des Daumens daher häufig auch erst im Alter von 3 oder 4 Jahren. Das operative Vorgehen ist genau wie bei den Erwachsenen, wird aber wegen des jungen Alters der Patienten bei uns in Vollnarkose durchgeführt.

Eine weitere Form der Tendovaginitis stenosans ist die Tendovaginitis de Quervain, bei der die Sehnen des ersten Streckerfaches in ähnlicher Weise eingeengt und gereizt sind.